{"id":14336,"date":"2026-05-28T16:32:23","date_gmt":"2026-05-28T14:32:23","guid":{"rendered":"https:\/\/manualjobsearch.com\/?p=14336"},"modified":"2026-05-28T17:17:58","modified_gmt":"2026-05-28T15:17:58","slug":"jobsuche-mit-system","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/manualjobsearch.com\/de_ch\/jobsuche-mit-system\/","title":{"rendered":"Jobsuche mit System: Der komplette Leitfaden \u2014 von der Marktanalyse bis zum Angebot"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"14336\" class=\"elementor elementor-14336\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-8912f39 e-con-full e-flex e-con e-parent\" data-id=\"8912f39\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f591f2c elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"f591f2c\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span data-mce-type=\"bookmark\" style=\"display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;\" class=\"mce_SELRES_start\"><\/span>\n<article class=\"article-wrapper\">\n  <i>Gut arbeiten zu k\u00f6nnen reicht nicht. Man muss auch wissen, wie man sich und seine Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt verkauft. Dieser Leitfaden f\u00fchrt Sie mit minimalem Stress und maximalem Ergebnis durch jede Phase der Jobsuche.<\/i>\n\n  <h2>Die unbequeme Wahrheit \u00fcber Erfolg im Beruf<\/h2>\n  <p>Die meisten Menschen, die im Beruf vorankommen wollen, folgen einer einfachen Logik: Ich arbeite gut und entwickle meine F\u00e4higkeiten \u2014 im Gegenzug bekomme ich Einkommen und Aufstieg.<\/p>\n\n  <p>Aber die Realit\u00e4t sieht anders aus. Gut arbeiten zu k\u00f6nnen reicht f\u00fcr den Erfolg nicht. Man muss auch wissen, wie man sich selbst und seine Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt verkauft.<\/p>\n\n  <p>Dieser Leitfaden hilft sowohl denen, die lange nicht auf Jobsuche waren, als auch denen, die ihre Position auf dem Markt verbessern m\u00f6chten.<\/p>\n\n  <h2>Phase 1: Den Markt verstehen, bevor Sie loslegen<\/h2>\n  <p>Die Jobsuche beginnt nicht mit dem Bewerben \u2014 sondern mit der Marktanalyse.<\/p>\n\n  <p>Studieren Sie 20 bis 30 Stellenanzeigen, die theoretisch zu Ihnen passen. Schauen Sie genau hin: Welche F\u00e4higkeiten werden erwartet? Welche Aufgaben fallen an? Und wie viel wird gezahlt?<\/p>\n\n  <p>Ein wichtiger Punkt dabei: Ihre Erfahrung passt oft auf mehrere verschiedene Positionen und Karrierestufen. Vielleicht arbeiten Sie heute als Analyst, k\u00f6nnten sich aber genauso als Produktmanager bewerben. Solche Optionen gibt es viele. Pr\u00fcfen Sie alle \u2014 so erweitern Sie Ihren Suchtrichter maximal.<\/p>\n\n  <p>Legen Sie vorab fest, welche Bedingungen f\u00fcr Sie akzeptabel sind \u2014 und welche absolut nicht. Das erlaubt Ihnen, gezielt auf Stellen zu reagieren und keine Zeit mit Unternehmen zu verschwenden, zu denen Sie ohnehin nicht wechseln w\u00fcrden.<\/p>\n\n  <p>Sie k\u00f6nnen Ihre Erwartungen im Lauf der Suche anpassen. Aber gar keine Vorbereitung ist riskant: Sie schreiben wom\u00f6glich einen unpassenden Lebenslauf oder verpassen gute Gelegenheiten.<\/p>\n\n  <p>Ein realistischer Zeitrahmen: Eine Jobsuche kann problemlos ein halbes Jahr dauern. Das h\u00e4ngt von der wirtschaftlichen Lage und Ihrer Branche ab. Wer das vorher wei\u00df, kann Zeit, Budget und emotionale Ressourcen besser einteilen.<\/p>\n\n  <div class=\"callout\">\u201eWenn Sie schon zwei Wochen suchen und noch nichts gefunden haben \u2014 das ist kein Scheitern. Das ist v\u00f6llig normal. Kein Grund zur Panik.\u201c<\/div>\n\n  <h2>Phase 2: Der Lebenslauf \u2014 drei Prinzipien, die z\u00e4hlen<\/h2>\n  <p>Zuerst sollten Sie eines wissen: Die meisten Unternehmen nutzen automatische Filtersysteme, die pr\u00fcfen, ob Sie zur Stelle passen. Erst danach schaut ein Recruiter drauf.<\/p>\n\n  <p>Und der erste Blick auf Ihren Lebenslauf dauert 6 bis 10 Sekunden. In dieser Zeit entscheidet sich, ob Sie \u00fcberhaupt in Betracht kommen.<\/p>\n\n  <p>Drei Prinzipien sind entscheidend:<\/p>\n\n  <ul>\n    <li><strong>Prinzip 1: K\u00fcrze.<\/strong> Der Lebenslauf sollte eine, maximal zwei Seiten umfassen. Mehr liest niemand.<\/li>\n    <li><strong>Prinzip 2: Relevanz.<\/strong> Erfahrung, die \u00e4lter als 10 Jahre ist, geh\u00f6rt nicht mehr hinein. Erfahrung, die nichts mit der Stelle zu tun hat, ebenfalls nicht.<\/li>\n    <li><strong>Prinzip 3: Zahlen.<\/strong> Das ist der wichtigste Punkt.<\/li>\n  <\/ul>\n\n  <h3>Das h\u00e4ufigste Problem: Der Lebenslauf liest sich wie eine Stellenbeschreibung<\/h3>\n\n  <p>\u201eWar zust\u00e4ndig f\u00fcr den Einkauf und die Pflege der Datenbank.\u201c Solche S\u00e4tze sagen nichts \u00fcber Sie als Fachkraft aus. Jeder auf Ihrer Position hat ungef\u00e4hr dasselbe gemacht.<\/p>\n\n  <p>Was funktioniert: Schreiben Sie keine Aufgaben, sondern Ergebnisse mit Zahlen.<\/p>\n\n  <p>Vergleichen Sie:<\/p>\n\n  <p><strong>Vorher:<\/strong> \u201eErstellte Berichte f\u00fcr die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung.\u201c<br>\n  <strong>Nachher:<\/strong> \u201eAutomatisierte das Berichtswesen und sparte dem Team 15 Arbeitsstunden pro Woche.\u201c<\/p>\n\n  <p><strong>Vorher:<\/strong> \u201eWar f\u00fcr Werbekampagnen zust\u00e4ndig.\u201c<br>\n  <strong>Nachher:<\/strong> \u201eStartete 12 Werbekampagnen mit einem Budget von 3 Mio. \u2014 durchschnittlicher ROI: 150 %.\u201c<\/p>\n\n  <p>Zahlen zeigen, dass Sie dem Unternehmen Nutzen bringen. Und solche Kandidaten will man immer.<\/p>\n\n  <div class=\"callout\">Ein entscheidender Trick: Die Stellenbezeichnung, die Schl\u00fcsselkompetenzen und die Erfahrung sollten Sie wortw\u00f6rtlich so \u00fcbernehmen, wie sie in der Anzeige stehen. So passieren Sie den automatischen Filter sicher.<\/div>\n\n  <h2>Phase 3: Das Anschreiben \u2014 untersch\u00e4tzt und oft falsch gemacht<\/h2>\n\n  <p>Viele ignorieren das Anschreiben oder schreiben es als l\u00e4stige Pflicht. Ein Fehler. F\u00fcr viele Stellen ist es genauso wichtig wie der Lebenslauf.<\/p>\n\n  <p>Das Anschreiben gibt dem Arbeitgeber den Kontext, der im Lebenslauf fehlt. Der Lebenslauf beantwortet die Frage: Wer sind Sie? Das Anschreiben beantwortet: Warum genau diese Stelle \u2014 und was k\u00f6nnen Sie diesem Unternehmen geben?<\/p>\n\n  <p>Ein gutes Anschreiben passt in drei kurze Abs\u00e4tze:<\/p>\n\n  <ol>\n    <li><strong>Absatz 1 \u2014 Ihre Erfahrung im \u00dcberblick.<\/strong> Wie viele Jahre in der Branche, wo arbeiten Sie aktuell, ein paar Schl\u00fcsselkompetenzen und Erfolge.<\/li>\n    <li><strong>Absatz 2 \u2014 Erfahrung konkret.<\/strong> Lesen Sie die Stellenanzeige genau. Verstehen Sie, was auf dieser Position verlangt wird, und beschreiben Sie kurz Ihre relevante Erfahrung.<\/li>\n    <li><strong>Absatz 3 \u2014 Ihre Motivation.<\/strong> Eine gute Motivation ist zum Beispiel Interesse am Produkt, Sympathie f\u00fcr das Team oder die Gr\u00fcnder, oder geteilte Werte.<\/li>\n  <\/ol>\n\n  <div class=\"callout\">Eine schlechte Motivation: \u201eIch m\u00f6chte in einem gro\u00dfen, stabilen Konzern arbeiten.\u201c Das ist banal \u2014 und erweckt den Eindruck, dass Sie viel vom Unternehmen wollen, aber selbst nichts geben.<\/div>\n\n  <p>Die wichtigste Regel: Wiederholen Sie nicht den Lebenslauf. Das Anschreiben dupliziert keine Informationen, es f\u00fcgt etwas hinzu. Wenn man das Anschreiben l\u00f6schen k\u00f6nnte, ohne dass etwas verloren geht \u2014 dann ist es schlecht geschrieben.<\/p>\n\n  <p>Es gibt eine ungeschriebene Regel: Niemand liest das Anschreiben im Detail. Aber 95 % der Personaler bevorzugen jemanden, der sich trotzdem die M\u00fche gemacht hat.<\/p>\n\n  <h2>Phase 4: Wo Sie Stellen wirklich finden<\/h2>\n\n  <p>Die gro\u00dfen Jobportale enthalten l\u00e4ngst nicht alle Stellen. Es gibt vier Hauptquellen \u2014 und Sie sollten sie kombinieren, statt auf eine einzige zu setzen.<\/p>\n\n  <ul>\n    <li><strong>Quelle 1: Jobb\u00f6rsen.<\/strong> Die gro\u00dfen Stellenportale. Hier ist die Konkurrenz am h\u00f6chsten \u2014 auf eine Stelle bewerben sich oft hundert bis mehrere hundert Menschen.<\/li>\n    <li><strong>Quelle 2: Fachgruppen und Kan\u00e4le.<\/strong> F\u00fcr jeden gr\u00f6\u00dferen Beruf gibt es spezialisierte Kan\u00e4le und Gruppen mit guten Stellen \u2014 oft enger zugeschnitten und interessanter als auf den gro\u00dfen Portalen. Suchen Sie einfach nach \u201eStellenangebote\u201c plus Ihrer Branche.<\/li>\n    <li><strong>Quelle 3: Karriereseiten der Unternehmen.<\/strong> Oft ver\u00f6ffentlichen Firmen Stellen direkt auf ihrer eigenen Website. Eine direkte Bewerbung \u00fcber die Unternehmensseite \u2014 ohne Vermittler \u2014 erh\u00f6ht h\u00e4ufig die Chance auf eine Antwort. Suchen Sie auf der Firmenwebsite nach \u201eKarriere\u201c oder \u201eJobs\u201c.<\/li>\n    <li><strong>Quelle 4: Empfehlungen \u2014 die am meisten untersch\u00e4tzte Quelle.<\/strong> Ein erheblicher Teil der guten Stellen wird besetzt, bevor er je auf \u00f6ffentlichen Plattformen erscheint. F\u00fcr ein Unternehmen ist es einfacher und sicherer, jemanden einzustellen, f\u00fcr den sich eine andere Person verb\u00fcrgt.<\/li>\n  <\/ul>\n\n  <p>Wenn Sie aktiv suchen, erz\u00e4hlen Sie es unbedingt Ihrem Umfeld: ehemaligen Kollegen, Freunden aus der Branche, allen, mit denen Sie je beruflich zu tun hatten. Ein Post in sozialen Netzwerken funktioniert \u2014 aber eine direkte pers\u00f6nliche Nachricht wirkt um ein Vielfaches besser.<\/p>\n\n  <p>Und noch ein Werkzeug, das fast niemand nutzt: die direkte Anfrage beim Unternehmen. Selbst wenn es gerade keine offene Stelle f\u00fcr Sie gibt. Stellen Sie sich kurz vor, beschreiben Sie, wie Sie n\u00fctzlich sein k\u00f6nnen, und h\u00e4ngen Sie Ihren Lebenslauf an. Minimaler Aufwand, manchmal beeindruckendes Ergebnis.<\/p>\n\n  <h2>Phase 5: Die Bewerbungen \u2014 Denken Sie in einem Trichter<\/h2>\n\n  <p>Die Jobsuche funktioniert wie ein Trichter. Hier ungef\u00e4hre Richtwerte:<\/p>\n\n  <p>Bei guter Vorbereitung bekommen Sie etwa 10 bis 15 Antworten auf 100 Bewerbungen. Bei sehr guter Vorbereitung ist ein Gro\u00dfteil davon eine Einladung zum Gespr\u00e4ch.<\/p>\n\n  <p>Wenn Sie 10 Bewerbungen verschickt und 10 Absagen bekommen haben, ist das noch kein Signal, dass etwas mit Ihnen nicht stimmt. Das ist normal. Schl\u00fcsse ziehen sollten Sie erst, wenn die Zahl in die Dutzende geht.<\/p>\n\n  <p>Zur Strategie: Angepasste Bewerbungen funktionieren weitaus besser als Massenbewerbungen. 10 Bewerbungen mit Anschreiben und einem auf die Stelle zugeschnittenen Lebenslauf bringen mehr Einladungen als 100 standardisierte Massensendungen.<\/p>\n\n  <p>Die Frequenz sollte gleichm\u00e4\u00dfig sein. Eine halbe Stunde pro Tag, f\u00fcnf Tage die Woche \u2014 das ist effektiver als ein 10-st\u00fcndiger Samstags-Marathon. Die Jobsuche ist eine Langstrecke, kein Sprint. Und ein Burnout in der zweiten Woche hat noch niemandem geholfen.<\/p>\n\n  <p>F\u00fchren Sie eine Tabelle. Am einfachsten eine Excel- oder Google-Tabelle mit den Spalten: Unternehmen, Link zur Stelle, Datum der Bewerbung, Status, Notizen. Ohne das wissen Sie nach zwei Wochen nicht mehr, wo Sie sich beworben haben, wer geantwortet hat und wann ein Gespr\u00e4ch ansteht. Das kann Sie ein Angebot kosten.<\/p>\n\n  <h2>Phase 6: Das Vorstellungsgespr\u00e4ch \u2014 wer worauf achtet<\/h2>\n\n  <p>Sie wurden eingeladen. Was erwartet Sie?<\/p>\n\n  <p>Zuerst ein kurzer Anruf mit dem Recruiter \u2014 20 bis 30 Minuten zum Kennenlernen. Lief es gut, folgt ein Gespr\u00e4ch mit dem einstellenden Manager \u2014 der Person, in deren Team Sie kommen. Es dauert meist etwa eine Stunde. Danach kann ein fachliches Interview folgen: eine Fallstudie, ein Kennenlernen mit anderen Teammitgliedern. Und schlie\u00dflich ein Abschlussgespr\u00e4ch, meist mit einer h\u00f6heren F\u00fchrungskraft.<\/p>\n\n  <p>Die Zahl der Gespr\u00e4che schwankt stark \u2014 mal sind es ein bis zwei Etappen, mal bis zu zehn. Das h\u00e4ngt von Ihrer Position, Karrierestufe, Branche, Unternehmensgr\u00f6\u00dfe und davon ab, ob Sie Empfehlungen haben.<\/p>\n\n  <p>Jede Phase hat ihre eigene Logik:<\/p>\n\n  <ul>\n    <li>Der Recruiter im ersten Anruf pr\u00fcft Basics: Angemessenheit, Motivation, Bereitschaft zu den Bedingungen, Gehaltsvorstellung. Und ob Sie im Lebenslauf nicht \u00fcbertrieben haben. Seine Aufgabe: aussortieren, wer offensichtlich nicht passt.<\/li>\n    <li>Der einstellende Manager schaut auf etwas anderes: echte Erfahrung, wie Sie in Arbeitssituationen handeln, wie Sie konkrete Aufgaben l\u00f6sen. Hier brauchen Sie Geschichten, Beispiele, Zahlen und Kennzahlen.<\/li>\n    <li>Das Abschlussgespr\u00e4ch pr\u00fcft meist, ob Sie kulturell und von den Werten her passen. F\u00fcgen Sie sich ins Team ein?<\/li>\n  <\/ul>\n\n  <h3>Drei Vorlagen, die Sie einmal vorbereiten \u2014 und immer nutzen<\/h3>\n\n  <ol>\n    <li><strong>Vorlage 1 \u2014 Die Selbstvorstellung in ein bis zwei Minuten.<\/strong> Wenn man Sie bittet, von sich zu erz\u00e4hlen, sollten Sie nicht Ihre Biografie ab dem Kindergarten nacherz\u00e4hlen. Bereiten Sie eine kurze Selbstpr\u00e4sentation vor: Ihr Karriereweg, Schl\u00fcsselerfahrung, wichtigste Erfolge, warum Sie etwas Neues suchen.<\/li>\n    <li><strong>Vorlage 2 \u2014 Zwei bis drei Geschichten aus dem Berufsalltag.<\/strong> Bereiten Sie diese nach der STAR-Methode vor (Situation, Task, Action, Result). Damit k\u00f6nnen Sie sowohl Erfolge als auch Misserfolge schildern. Vorbereitete Geschichten reichen, um rund 70 % der Standardfragen zu beantworten.<\/li>\n    <li><strong>Vorlage 3 \u2014 Fragen an Ihr Gegen\u00fcber.<\/strong> Am Ende des Gespr\u00e4chs werden Sie gefragt, was Sie \u00fcber das Unternehmen wissen m\u00f6chten. Hier m\u00fcssen Sie unbedingt etwas fragen, sonst gelten Sie als desinteressiert. Bereiten Sie 3 bis 5 Fragen vor \u2014 zum Team, zu den Prozessen, zu den Erfolgskriterien in der Probezeit. Solche Fragen zeigen Reife und liefern Ihnen n\u00fctzliche Informationen f\u00fcr Ihre Entscheidung.<\/li>\n  <\/ol>\n\n  <p>Nach Gehalt und Boni zu fragen ist erlaubt und sinnvoll \u2014 aber diese Fragen heben Sie sich besser f\u00fcr den Schluss auf.<\/p>\n\n  <h2>Phase 7: Das Angebot \u2014 annehmen oder nicht?<\/h2>\n\n  <p>Gl\u00fcckwunsch, Sie haben ein Jobangebot. Bleibt die letzte Frage: annehmen oder nicht?<\/p>\n\n  <p>Wenn etwas Zweifel weckt, nehmen Sie sich ein paar Tage Bedenkzeit. Das ist g\u00e4ngige Praxis. In dieser Zeit pr\u00fcfen Sie in Ruhe, ob die Bedingungen passen und ob noch Fragen offen sind.<\/p>\n\n  <p>Wenn Sie ein weiteres Angebot haben oder aktiv mit einem anderen Unternehmen im Gespr\u00e4ch sind, d\u00fcrfen Sie das offen sagen. Das ist keine Manipulation, sondern ein normaler Teil der Verhandlung. Hier gibt es Raum f\u00fcr vorsichtiges, h\u00f6fliches Verhandeln: Wenn Sie zu einem Unternehmen wollen, ein anderes aber bessere Bedingungen bietet, l\u00e4sst sich das als Argument nutzen.<\/p>\n\n  <div class=\"callout\">Das Wichtigste: Ein Angebot ist keine Garantie, sondern eine Absichtserkl\u00e4rung. Es hat keine rechtliche Bindung und kann aus beliebigem Grund zur\u00fcckgezogen werden \u2014 eingefrorenes Budget, umgebaute Rolle, oder das Unternehmen \u00fcberlegt es sich anders.<\/div>\n\n  <p>Stoppen Sie deshalb Ihre Gespr\u00e4che mit anderen Firmen nicht und bewerben Sie sich ruhig weiter \u2014 selbst nachdem Sie ein Angebot bekommen und die Probezeit begonnen haben.<\/p>\n\n  <h2>Fazit: Die Dokumente sind nur 10 %<\/h2>\n\n  <p>Jetzt kennen Sie die Grundlagen. Es bleibt, sie anzuwenden.<\/p>\n\n  <p>Denken Sie daran: Die Jobsuche ist ein Projekt \u00fcber mehrere Monate. Die Dokumente \u2014 Lebenslauf und Anschreiben \u2014 sind nur 10 % davon. Der Rest ist methodische Arbeit: Stellen finden und durchdacht darauf reagieren.<\/p>\n\n  <p>Wer das als System begreift statt als Gl\u00fccksspiel, kommt mit weniger Stress und besseren Ergebnissen ans Ziel.<\/p>\n\n  <strong>Redaktioneller Hinweis:<\/strong>\n  <p>Dieser Artikel fasst bew\u00e4hrte Praktiken f\u00fcr die Jobsuche zusammen, die sich an aktuellen Gepflogenheiten des Arbeitsmarkts orientieren.<\/p>\n<\/article>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> Gut arbeiten zu k\u00f6nnen reicht nicht. Man muss auch wissen, wie man sich und seine Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt verkauft. Dieser Leitfaden f\u00fchrt Sie mit minimalem Stress und maximalem Ergebnis durch jede Phase der Jobsuche. 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